Der russische Propagandaschauspieler Michail Poretschenkow besuchte die Stellungen der putinschen Terroristen am Donetzker Flughafen, in Kleidung mit der Aufschrift "Presse" und entsprechenden Abzeichen, erklärte lächelnd in die Kamera, daß er bereits geschossen habe, und schoß dann auch vor der Kamera eigenhändig auf ukrainische Soldaten. Der Terroristenkanal Noworossia TV publizierte Video am 30.10.2014 auf YouTube. - Nachdem sich das Video innerhalb von Stunden durch das russische Internet verbreitet hatte (bislang ca. 470.000 views), verurteilte Pawel Gussew, Vorsitzender des Moskauer Journalistenverbandes und eigentlich Teil des Putinschen Apparats, am Morgen des 31.10.2014 auf Echo Moskwy die Handlung Poretschenkows scharf: Durch dessen Auftreten werde der ganzen Welt bewußt, daß ein Russe mit dem Kennzeichen "Presse" jeden Augenblick eine Waffe ziehen und schießen könne. In der Folge wachse die Gefahr für russische Journalisten, selbst erschossen zu werden. - Michail Poretschenkow erklärte in einer ersten Stellungnahme am Morgen des 31.10.2014 auf Echo Moskwy, daß er in seiner Handlung nichts Schlechtes oder Falsches sehe. Die Aufschrift und Abzeichen, die ihn als Pressevertreter kennzeichneten, habe er nicht gesehen - er habe angezogen, was man ihm gegeben habe.
Die ukrainische Regierung kündigte an, ein Strafverfahren gegen den Propagandisten zu eröffnen (glavnoe.ua 31.10.2014).